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Frösche
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Dem chinesischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Mo Yan ist mit „Frösche“ eine kritische und vielschichtige Auseinandersetzung mit der kontrovers diskutierten Ein-Kind-Politik Chinas gelungen. Gerade westlichen Lesern bringt das Buch die jüngere chinesische Geschichte und die Gegenwart nahe und bewahrt sie so vor allzu einfachen Antworten zum Thema Geburtenkontrolle. In der Darstellung des Schicksals der ländlichen Bevölkerung zeigt sich Mo Yan als großer Erzähler, der mit genauem Blick für die Menschen und mit poetischer Raffinesse realistische mit magischen Momenten verbindet.Frösche und die „weichen Hände“ Das Quaken der Frösche erinnert Gugu an das Weinen von Neugeborenen. Einst war der erste Schrei eines Kindes „die schönste und bewegendste Musik auf der ganzen Welt“ für sie. Doch in dem Froschgesang in ihren Albträumen hört sie nun Hass, „das Schreien von Wesen, die ihrer ganzen Würde beraubt wurden . . . Als wären es die Neugeborenen, an denen sie sich versündigt hatte, und deren Totengeister nun Anklage erheben würden.“ China in den 1950er-Jahren: In den Dörfern Nordost-Gaomis ist es Brauch, Kinder nach Körperteilen zu benennen; sie heißen Chen Nase, Wu Dickdarm oder Sun Schulter. So alt wie dieser Brauch sind die Geburtsmethoden auf dem Land. Gugu, Tochter eines Helden aus dem japanisch-chinesischen Krieg, hat früh eine moderne Ausbildung als Frauenärztin abgeschlossen und bringt als Hebamme bald tausende Säuglinge zur Welt. Dank ihres Wissens, ihres resoluten Wesens und ihrer „weichen Hände“ wird sie zu einer einflussreichen, von allen bewunderten Persönlichkeit: „Gugu wurde von den Dörflern – fast kann man sagen – in den Stand einer Göttin erhoben“, berichtet der Erzähler, ihr Neffe Wan Fuß. Unter dem Schriftstellernamen „Kaulquappe“ schildert er die Lebensgeschichte seiner Tante einem japanischen Schriftsteller in vier Briefpaketen – und in einem Theaterstück im letzten Kapitel des Romans. Die Katastrophe der zweiten Geburt Das Blatt wendet sich für Gugu und die Dörfler, als Mitte der 1960er-Jahre die Bevölkerung Chinas sprunghaft angestiegen ist. Gugu ist fortan nicht mehr nur Hebamme, sondern vor allem ausführendes Organ der Geburtenkontrolle und somit zuständig für Abtreibungen und Zwangssterilisierungen. Wie die Landbevölkerung, für die ein Sohn immer noch mehr als eine Tochter zählt, mit der Politik umzugehen und sie zu umgehen sucht, schildert Kaulquappe in eindrucksvollen, lebensnahen Szenen, die vom realistischen Erzählen in eine heiter-burleske Darstellung ins Ernste oder gar Brutale kippen. Die Zahl der Abtreibungen und damit einhergehenden Todesfälle steigt, Gugu wird von der Bevölkerung angefeindet. Bei unplanmäßig schwanger gewordenen Frauen geht die parteitreue Ärztin zunehmend brutal vor, „ihr ging kein überzähliges Kind durchs Netz! Sie kriegte sie alle zu fassen“. Zur persönlichen Katastrophe für den Erzähler kommt es, als dessen Frau Wang Renmei zum zweiten Mal schwanger wird. Mit einer Spezialeinheit, Megaphon und Kettenfahrzeug rückt Gugu an, droht Bäume und Häuser einzureißen, um Wang Renmei aus ihrem Versteck zu locken. Diese gibt schließlich mit den Worten nach: „Tante, ich bewundere Dich. Wärst Du ein Mann, würdest Du als ein Feldherr ganze Armeen befehligen.“ Bei der Abtreibung stirbt die hochschwangere Frau. Mo Yan, sein Alter Ego und die Schuld des Schriftstellers Mo Yan, Nobelpreisträger für Literatur, taucht in seinem Roman „Frösche“ tief in das Schicksal der ländlichen Bevölkerung und in die Geschichte Chinas der vergangenen 60 Jahre ein – von den Anfangsjahren der Volksrepublik über die Zeit der Kulturrevolution bis in die Gegenwart, in der reiche Parteikader mittels Leihmüttern die Politik zu umgehen suchen. Er zeigt die Zerrissenheit seiner Protagonisten, kontrastiert die staatlich propagierte Notwendigkeit der Geburtenkontrolle mit der Realität des ländlichen Chinas und stellt so die Ein-Kind-Politik zur Diskussion. Der Erzähler Kaulquappe ist Mo Yans Alter Ego, dessen Tante Vorbild für die Figur der Gugu war. Für den Adressaten der Briefe stand der japanische Schriftsteller und Nobelpreisträger Kenzaburo Oe Pate, mit dem der Autor während der Entstehungszeit des Romans engen Kontakt hielt. Mo Yan fragt in „Frösche“ nach dem Verhalten des Einzelnen und reflektiert seine eigene, viel diskutierte Rolle als Schriftsteller. So schreibt er am Ende des Nachworts: „Wenn andere sich eines Verbrechens schuldig machen, bin ich mitschuldig.“

Anbieter: buecher
Stand: 03.07.2020
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China am Klavier
19,00 € *
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Bei einem Sommerfestival in Südfrankreich spielt eine junge chinesische Pianistin (inspiriert von Yuja Wang) Scarlatti, Brahms und Chopin. Überwältigt von ihrer Kunst, ehrt ein Musikkritiker sie als die grösste Pianistin der Gegenwart. Ein anderer Kritiker, ironisch und distanziert, bemängelt bei der gleichen Interpretin ein Spiel ohne Seele, das lediglich aus Kunstgriffen und Imitation bestehe. Die beiden Journalisten streiten sich via Blog und E-Mail. Sie kennen einander schon lange, und ihre ästhetische Auseinandersetzung ist mit einem persönlichen Konflikt verbunden. Eher ein Zusammenstoss der Egos als der Kulturen? Auch wenn ihr immer heftigerer Wortwechsel darauf hinweist, entdeckt man in diesem Buch vor allem Überlegungen zur westlichen Musik: Warum geniesst sie im Fernen Osten so grosses Prestige? Ist Europa dabei, seiner Seele beraubt zu werden? Oder findet es sie vielleicht unter den Fingern einer chinesischen Pianistin wieder? Der Roman ist 2011 unter dem Titel "Piano chinois" bei Éditions Zoé erschienen und wurde bereits ins Japanische und Polnische übersetzt. "China am Klavier" ist die deutsche Erstübersetzung.

Anbieter: Dodax
Stand: 03.07.2020
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China am Klavier
27,90 CHF *
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Bei einem Sommerfestival in Südfrankreich spielt eine junge chinesische Pianistin (inspiriert von Yuja Wang) Scarlatti, Brahms und Chopin. Überwältigt von ihrer Kunst, ehrt ein Musikkritiker sie als die grösste Pianistin der Gegenwart. Ein anderer Kritiker, ironisch und distanziert, bemängelt bei der gleichen Interpretin ein Spiel ohne Seele, das lediglich aus Kunstgriffen und Imitation bestehe. Die beiden Journalisten streiten sich via Blog und E-Mail. Sie kennen einander schon lange, und ihre ästhetische Auseinandersetzung ist mit einem persönlichen Konflikt verbunden. Eher ein Zusammenstoss der Egos als der Kulturen? Auch wenn ihr immer heftigerer Wortwechsel darauf hinweist, entdeckt man in diesem Buch vor allem Überlegungen zur westlichen Musik: Warum geniesst sie im Fernen Osten so grosses Prestige? Ist Europa dabei, seiner Seele beraubt zu werden? Oder findet es sie vielleicht unter den Fingern einer chinesischen Pianistin wieder? Der Roman ist 2011 unter dem Titel 'Piano chinois' bei Éditions Zoé erschienen und wurde bereits ins Japanische und Polnische übersetzt. 'China am Klavier' ist die deutsche Erstübersetzung. 'In ‹Piano Chinois› reflektiert Barilier die Facetten des euro-asiatischen Kulturaustausches und beleuchtet die Trennlinie zwischen Subjektivität und Objektivität (soweit sie denn auszumachen ist) auf dem Tummelfeld der Musikkritik. … Ausser der Musikkritik bringt er viele Starpianisten der letzten Jahrzehnte ins Spiel und versucht, den Geheimnissen einer Meisterinterpretation auf die Spur zu kommen.' (NZZ)

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 03.07.2020
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Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis,...
48,90 CHF *
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2,7, Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Korea ist ein Land, das seit jeher ein Hort der Religion ist. Durch die geographische Nähe zu China hat es schon immer einen starken kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern gegeben. Auch über China kam Korea erstmalig mit dem Christentum in Kontakt. Einen leichten Stand hatte die Lehre des menschgewordenen Gottes Israels anfangs nicht neben den im Volk tief verankerten Lehren des Buddhismus und Konfuzianismus, und so blühte das Christentum erst richtig nach Einzug der Schutzmacht gegen den Kommunismus, den Vereinigten Staaten von Amerika, in Südkorea auf. Das 20. Jahrhundert brachte viel Leid über die Bewohner der koreanischen Halbinsel: Japanische Besatzung und Plünderung in den Jahren von 1910 bis 1945, ein sowjetisch- chinesisch- amerikanischer Krieg auf der koreanischen Halbinsel, eine Staatsteilung und damit weitere aussenpolitische Schwächung gegenüber den grossen Nachbarstaaten Koreas, Zertrennung von Familien auf die zwei koreanischen Teilstaaten, eine Militärdiktatur bis1987 in Südkorea und in Nordkorea bis heute und eine andauernde Gefahr eines Krieges, ausgetragen mit den mörderischsten aller Waffen, bis heute. Um die Bedeutung der Kirchenmusik in Korea nachvollziehen zu können, muss geschaut werden, wie das Christentum mit seiner Musik sich in Korea etabliert hat. Erst nach dieser Betrachtung kann ein Ausblick auf die Herausforderungen der nahen Zukunft gewagt werden. Das soll diese Arbeit leisten.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 03.07.2020
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Die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Praxis,...
25,70 € *
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2,7, Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen in Herford, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit untersucht die Stellung der Kirchenmusik in Korea. Korea ist ein Land, das seit jeher ein Hort der Religion ist. Durch die geographische Nähe zu China hat es schon immer einen starken kulturellen Austausch zwischen den beiden Ländern gegeben. Auch über China kam Korea erstmalig mit dem Christentum in Kontakt. Einen leichten Stand hatte die Lehre des menschgewordenen Gottes Israels anfangs nicht neben den im Volk tief verankerten Lehren des Buddhismus und Konfuzianismus, und so blühte das Christentum erst richtig nach Einzug der Schutzmacht gegen den Kommunismus, den Vereinigten Staaten von Amerika, in Südkorea auf. Das 20. Jahrhundert brachte viel Leid über die Bewohner der koreanischen Halbinsel: Japanische Besatzung und Plünderung in den Jahren von 1910 bis 1945, ein sowjetisch- chinesisch- amerikanischer Krieg auf der koreanischen Halbinsel, eine Staatsteilung und damit weitere außenpolitische Schwächung gegenüber den großen Nachbarstaaten Koreas, Zertrennung von Familien auf die zwei koreanischen Teilstaaten, eine Militärdiktatur bis1987 in Südkorea und in Nordkorea bis heute und eine andauernde Gefahr eines Krieges, ausgetragen mit den mörderischsten aller Waffen, bis heute. Um die Bedeutung der Kirchenmusik in Korea nachvollziehen zu können, muss geschaut werden, wie das Christentum mit seiner Musik sich in Korea etabliert hat. Erst nach dieser Betrachtung kann ein Ausblick auf die Herausforderungen der nahen Zukunft gewagt werden. Das soll diese Arbeit leisten.

Anbieter: Thalia AT
Stand: 03.07.2020
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